Am Anfang war ein „weißes Blatt“

Weltbilder und Bilderwelten zum Weiterdenken mit Kindern

Dieses Projekt liefert einen Beitrag für folgende Nachhaltigkeitsziele:

Fragen setzen mehr in Bewegung als fertige Antworten …
so ist das in der Welt und so war es auch, als es beim Bildungswettbewerb für Nachhaltigkeit „Zukunft, fertig, los!“, ausgeschrieben vom Rat für Nachhaltige Entwicklung, im Spätsommer 2017 um kreative Ideen ging, die Kinder und Jugendliche aktiv zum Nachdenken und Mitmachen im Sinne der Agenda 2030-Ziele anregen.

Die dabei nominierte Idee der Büchereizentrale Schleswig-Holstein für die Entwicklung eines landesweit wirksamen Projekts: ein „weißes Blatt“ – Ausdruck für einen kreativen Freiraum, der sich nach und nach durch die Fragen und Ideen von Kindern und Jugendlichen für eine nachhaltige Entwicklung in Einer Welt mit vielfältigen Farben und Vorstellungen füllen kann. Es geht darum, zunächst die Lust am Staunen und Gestalten zu wecken. Und dieser sinnliche und kreative Prozess in Auseinandersetzung mit den 17 Zielen wird dann nach und nach begleitet von zahlreichen Medien für Kinder im Vor- und Grundschulalter, die zu den Fragen und Ideen von Kindern und Jugendlichen entstehen bzw. ausgewählt werden: ein online-Bilderbuch in fast 30 Sprachen, Kamishibai-Bildkartensätze, Lieder sowie rund 50 Bilderbücher und Geschichten.

In drei Schritten von der Idee zur Umsetzung:

Schritt 1: Entwicklung und Gestaltung von Kamishibai-Bildkartensätzen und einem digitalen mehrsprachigen Bilderbuch zu den 17 Zielen mit dem Titel „Wie entsteht eigentlich Zukunft?“ im Rahmen einer kreativen Ferienwerkstatt bei den Bücherpiraten e.V. als Kooperationspartner. Mehr Infos zu den Werkstattergebnissen

Schritt 2: Neue Medienangebote für die schleswig-holsteinischen Büchereien zu den Fragen und Bildern der Kinder und Jugendlichen im Blick auf die 17 Ziele: Handreichung und Literaturliste

Schritt 3: Kurzfilm zum Projekt unter Einbeziehung von verschiedenen kreativen Elementen aus dem Projekt wie z.B. Fragen der Kinder, Bildgestaltungen der Jugendlichen und Musik zu einem türkischen Umweltlied, konzipiert und gestaltet von Linda Plagmann, Kommunikationsdesignerin und Absolventin der Muthesius-Kunsthochschule Kiel. Mehr Infos zum Stand des Projekts Ende 2018 inkl. Link zum Film 

Erste Praxiserfahrungen:

Schon nach den ersten Monaten wurde spürbar: Umweltbildung und nachhaltiges Lernen erfahren besonders dann eine Vertiefung, wenn sich Sachwissen mit kreativen Ideen, mit Erfahrungen über verschiedene Sinne, mit künstlerischen Impulsen und aktiver Teilhabe verbindet – auch im internationalen Austausch. Denn die Agenda 2030 ist ein Programm, das nur weltweit gedacht und gemeinsam verwirklicht werden kann.

So hat z.B. eine Bücherei in Pozega/Serbien auf der Basis der deutsch-serbischen Fassung des im Projekt entstandenen Online-Bilderbuches „Wie entsteht eigentlich Zukunft?“ erste Ideen aus dem Projekt aufgegriffen und umgesetzt.

Und die türkische Musikgruppe „Şubadap Çocuk“ hat uns mit ihren türkischen Umweltliedern für Kinder wunderbar inspiriert und neue Möglichkeiten eröffnet, um die Themen der Agenda 2030 auch mit Musik zu verbinden.

Möglich wäre das alles nicht gewesen ohne das Engagement der „Bücherpiraten  e.V.“ als Kooperationspartner, gemeinsam mit den Kindern und Jugendlichen, die mit ihren Fragen und Bildern die Basis für das Projekt gelegt haben. Zuletzt hat die Medienkünstlerin Linda Plagmann aus dieser Vielfalt einen 2-Minuten-Trickfilm gezaubert, der Impressionen von den Bildern und Fragen, der Musik und den 17 Agenda-Zielen aufnimmt und in ein rhythmisches Zusammenspiel bringt.

Ab Frühjahr 2019 werden die Materialien, darunter auch die Bildkartensätze für Kamishibai, nach und nach in den Büchereien mit Kindern zum Einsatz kommen, verbunden mit einem einführenden Workshop dazu, der Ideen für die Arbeit mit den Materialien vorstellt.

Hier finden Sie laufend aktualisierte Praxisbausteine

Das gemeinsame Projekt der Büchereizentrale Schleswig-Holstein und der Bücherpiraten e.V. wird durch den Fonds Nachhaltigkeitskultur des Rates für Nachhaltige Entwicklung gefördert.